Mercury

Bettina Düesberg, Malerei
www.bettinaduesberg.de

Bettina Düesberg, aufgewachsen in Brüssel, Belgien; lebt und arbeitet seit 1974 in Deutschland, 1978 Studium an der FKN, 1995 Ausbildung Theatermalerei an der Staatsoper Berlin und dem Deutschen Theater (DT),
2005 Eröffnung der Atelier||Galerie  Bettina Düesberg

Mercury
Unter Wasser herrscht Stille, alle Geräusche sind gedämpft. Die Wahrnehmung verzerrt sich, der Blick verschwimmt, man ist schwerelos. Wer sich dem Wasser hingibt, wird getragen. Und doch bedeutet Wasser auch: Anhalten müssen, nicht atmen können, Gefahr. Es sind diese Momente des Innehaltens, die in den Malereien von Bettina Düesberg zum Ausdruck kommen: der Übergang von der fordernden Außenwelt hinein in eine Dichte, dieuns wie eine andere Dimension erscheint. Angefangen mit dem Interesse an der realistischen Darstellung von Wasser fasziniert die Künstlerin mittlerweile, wie scheinbar beiläufig Wasser Gegensätze sichtbarer machen kann.

So wie das Zwitterelement Quecksilber zwischen flüssig und gasförmig wechselt, beinhaltet jedes ihrer Bilder
eine Dualität, sei es von Liebe und Kampf, von Männlichkeit und Weiblichkeit oder von Bewusstsein und Unbewusstem. Das Wasser legt jedoch einen Schleier der Besänftigung über den Menschen und seine Kontraste, es verwischt, glättet und schafft Ruhe. Die Spiegelung im Wasser holt den Himmel zu uns auf die Erde und färbt es blau; aber schöpfen wir es, ist es farblos.  So ist, wie in ihren Bildern, beides wahrhaftig und bleibt doch ein flüchtiger Moment. Das Wasser nimmt uns auf und verlangt keine Gegenleistung, es lässt alles so sein, wie es ist und bleibt dennoch stets verändernd. (Julia Schmitz)

Ausstellungsdauer: Die Arbeiten von Bettina Düesberg werden bis Ende Januar 2018 in der Galerie des Riogrande gezeigt, direkt an der Kai-Mauer des historischen Kaiser-Anlegers gelegen, mit Blick auf die Spree und die Oberbaumbrücke.

Riogrande (Treppen zum Fluss), May-Ayim-Ufer 9, 10997 Berlin

Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 1 Uhr